Peggy - Der Riesenzwerg
Damit Mutter und Tochter zusammen ausreiten können, musste was „Größeres“ her.
Pony war klar, Rappe auch – und kräftig wie ein Shetty sollte es sein.
Zur Auswahl standen Haflinger, Isländer, Fjord – und was gibt es sonst noch?
Bücher und Internet schlagen noch Tinker-Pony, Norweger, Merens und Fellpony vor.
Haflinger und Isländer schieden wegen der sehr persönlichen Meinung über diese Rassen in der modernen Form aus. Fjord standen bei Freundin Sabine zu dem Zeitpunkt nicht zum Verkauf.
Fellpony??? – Was ist das denn??
Nach eingehendem Studium der Rasse und ihrer Eigenschaften stand fest:
„Ein Felly muss es sein und zwar schwarz!“
Die ersten Recherchen im Internet brachten horrende Preise auf die Liste – also abwarten und weiterschauen – Norweger und Merens sind ja auch noch da …
Und vielleicht hat Sabine ja doch irgendwann ein Fjord.
Und dann, eines schönen Tages, auf einer der einschlägigen Verkaufsseiten:
Fellpony-Mix, Stute, 137 cm, 10 Jahre alt, Rappe …
Und wegen dem Mix und dem fehlenden Stammbaum ein akzeptabler Preis.
Ca. drei Wochen lang immer wieder die Anzeige ansehen, dann „nur mal gucken“ fahren …
Sie muss Schlimmes erlebt haben, reagierte total panisch auf so Vieles, war kopfscheu.
Mit viel Geduld schafften wir, ihr Vertrauen zu gewinnen.
Inzwischen ist sie ein zuverlässiges Reitpferd und geht richtig gut vor der Kutsche!
Sie ist ein grundehrliches Pony, manchmal dickschädelig, manchmal noch etwas ängstlich.
Sie merkt genau, wer draufsitzt: Anfänger werden sanft durch die Gegend getragen, mit Fortgeschrittenen wird diskutiert.